Was ich an Weihnachten mag

Die Wünsche der Kinder, an denen man erkennen kann, was sie beschäftigt und wofür sie sich interessieren – eine Taschenlampe als sie kleiner waren, ein Mikrofon zum Beatboxen jetzt, wo sie etwas grösser sind.
Die Momente bevor das Fest losgeht, wenn alles noch einmal ruhig wird und man weiss, dass bald der Besuch kommt.
Das Einpacken der Geschenke, obwohl das mit dem Papier manchmal einfach nicht aufgeht und man schon wieder nicht weiss, wo man letztes Jahr die roten Geschenkbändeli versorgt hat.
Die Musik, vor allem „Stille Nacht“, wenn es draussen dunkel ist und drinnen Kerzen brennen, wenn man mehrstimmig singt und sich an die Grossmutter erinnert, die die drei Töne in der zweiten Zeile im Alt so schön gesungen hat, dass man Hühnerhaut davon kriegte, jedes Jahr.
Die Blicke, die ausgetauscht werden, wenn man sich kleine Geschenke macht, obwohl man gesagt hat, man schenke dieses Jahr nichts, und die amüsiert vorwurfsvolle Handbewegung der anderen Grossmutter, die nichts wollte und doch für alle Schokolade mitgebracht hat.
Die Stille, die in den kleinen Gesten liegt, im Grossvater, der nicht viel sagt aber sichtlich geniesst, in den Kindern, die geduldig gewartet haben, obwohl sie schon seit Stunden gerne wissen würden, was in den Geschenken ist und das Flüstern darüber, ob man noch an das Christkind glaube.

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